Dazwischen
Sonntag, 4. Oktober 2020

Kunst

Wäre man in seinem Ausdruck gelassen oder gar gefördert worden, dann ein Virtuose oder vielleicht brilliant in etwas, hätte man nicht viel weniger gestört? Sich ernsthaft zurück gezogen in die Professionalität? Ist dieses ständige Suchen nach Inspiration, das dauernde Ringen um Ausdruck, der mangelnde Fokus auf eine Sache nicht für das Umfeld weitaus unerträglicher in seiner Verzweiflung? Auf einen großen Künstler wäre ich niemals neidisch, er schafft etwas das über sein Ego hinausweisen wird und mich deswegen meines vergessen lässt. Nur jene, die an der Grenze kratzen, sie aber nie überwinden, machen mich unbändig unruhig. In deren Werken sehe ich mein eigenes Versagen. Wenn man es so nennen will oder darf.

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